Heute war also der erste offizielle Schlagabtausch zur Swisscom Privatisierung. Der Nationalrat ist nicht auf den Entscheid des Bundesrates eingetreten. Die Swisscom bleibt somit hauptsächlich im Besitz der Eidgenossenschaft. Da Ergebnis war abzusehen. Dies hat mehrere Gründe:
1. Das Geschäft wurde misserabel vorbereitet. Das ganze Desaster begann schon mit dem ersten Auftritt des Bundesrates zu diesem Vorstoss und hatte den Ursprung in einem unsäglichen Kindergarten zur Swisscom Strategie. Wenn in der Privatwirtschaft so stümperhaft mit wichtigen Geschäften (hier geht es immerhin um 17 Mia. , damit könnte man nochmals eine Neat bauen) umgegangen würde, wäre ein Köpferollen unausweichlich. Kommunikation auf Primarschulniveau; aber dazu vielleicht ein anderes mal.
2. Es wurde nicht genügend auf die Stimmung und die Ängste im Volk eingegangen. So hatten die konservativen Standeserhalter leichtes Spiel. Ein von der Welt abgeschnittenes Seitental da, dort ein zweites Grounding und schon war der Mist geführt.
3. Wirschaftlicher Fortschritt und Marktwirtschaftlilches Denken ist böse. Diese Grundstimmung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Nicht ganz unschuldig sind hier die Wirtschaftskapitäne mit ihren, sagen wir mal, nicht nachvollziehbaren Gehaltswünschen, welche dann auch noch gegenseitig schulterklopfend bewilligt werden.
Ich bin aber felsenfest davon überzeugt, dass die Swisscom privatisiert werden muss. Dies aus folgenden Gründen: „Und die Swisscom geht an…?!“ weiterlesen
